Der SV Blau-Weiss hat zur Zeit ca. 360 Mitglieder.
150 davon im Fußball – Seniorenbereich und etwa 80 Mitglieder in den Bereichen Jugendfußball und Kinderturnen bzw. Tanzen. Hinzukommen ca. 50 im Bereich Cheerleading und 80 im Bereich American Football.
Der Ort Ascherode selbst hat etwa 650 Einwohner und Liegt in Mitte der Gemeinde Schwalmstadt mit ca. 18.720 Einwohnern (30. Juni 2009)
Das Thema „Integration durch Sport“ wird im Verein sehr ernst genommen. Kick-off zum diesem Thema war ein Diskussionsforum mit Vertretern von Kirche, der Sportjugend Hessen/Programm „Integration durch Sport“ und der örtlichen Politikszene im Jahre 2009.
Integration in und durch den Sport wird in unserem Verein im Wesentlichen in der Sparte Fußball ausgeübt. Aber auch im Bereich der Damengymnastikgruppe sind mittlerweile mehrere Frauen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern vertreten. Entstanden sind erste Kontakte zu Ausländern aufgrund der Nähe zum Asylbewerber-Wohnheim in Schwalmstadt-Treysa.
Grundlage einer positiven Integrationsarbeit war zum einen das Interesse des SV Ascherode an neuen Spielern, Nachwuchs im Kinder- und Jugendbereich und zum anderen die Möglichkeit für die Anwohner des Asylbewerberheimes, durch den Sport ihre Integration gerade im ländlichen Umfeld zu beschleunigen. Es war also eine Begegnung auf „Augenhöhe“. Die integrative Arbeit findet im Trainings- oder Spielbetrieb ganz bewusst und nicht nebenbei statt. Das Training hat für die Menschen ausländischer Herkunft eine große Bedeutung. In diesen Stunden fühlen sie sich nicht als Fremde, sondern als normale Menschen. Im Anschluss an das Training oder Spiel sitzen die Migranten gemeinsam mit anderen Spielern oft noch in geselliger Runde zusammen. Es haben sich im Laufe der letzten Jahre zahlreiche Freundschaften entwickelt.
Der SV Ascherode nimmt durch seine integrative Arbeit hier in der ländlichen Region mit all ihren Schwierigkeiten (z.B. rechter Gewalt) eine Vorreiterrolle ein – seit nunmehr sechs Jahren (Stand: August 2015). Dies wurde bereits durch mehrere Presseberichte in örtlichen, aber auch in Kirchenorganen sowie einem Hörerbeitrag bei Radio FFH dokumentiert.
